Schuldnerberatung für Menschen in Niedersachsen e.V.
Schuldnerberatung für Menschen in Niedersachsen e.V.

Privatinsolvenz

Die sogenannte Privatinsolvenz oder auch Verbraucherinsolvenz genannt gibt überschuldeten Verbrauchern die Chance eines wirtschaftlichen Neuanfangs.


Für Privatpersonen aus Niedersachsen führen wir die gesamte Vorbereitung der Privatinsolvenz durch, von der Kontaktaufnahme mit allen Gläubigern bis hin zur vollständigen Erstellung Ihres Insolvenzantrages samt aller erforderlichen Nebenanträge. Wir schaffen zudem die wichtigste Voraussetzung der Privatinsolvenz, indem wir für Sie einen außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch komplett durchführen und als geeignete Stelle die Bescheinigung nach § 305 InsO ausstellen.

 

Ablauf des Verbraucherinsolvenzverfahrens

 

1. Anschreiben aller Gläubiger zur Ermittlung der Schuldenhöhe und zur Vermeidung von Vollstreckungen


Um eine Versagung der Restschuldbefreiung zu vermeiden, ermitteln wir bei Ihren Gläubigern Ihre aktuelle Schuldenhöhe. Die Gläubiger teilen uns aufgrund unserer Anfragen Ihre aktuellen Verbindlichkeiten sowie auch Abtretungen, eventuelle Verzichtsbereitschaften, Vertreterwechsel oder Gläubigerwechsel mit. In der Regel führt bereits unser Anschreiben dazu, dass Ihre Gläubiger von weiteren Kontaktaufnahmen, gerichtlichen Verfahren oder Zwangsvollstreckungen absehen.
 
2. Durchführung des außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuches


Im Verbraucherinsolvenzverfahren wird im ersten Schritt versucht, sich mit allen Gläubigern außergerichtlich zu einigen.

 

3. Ausstellung des Bescheinigung nach § 305 INSO


Scheitert der Schuldenbereinigungsversuch, wird von uns – als eine vom Land Niedersachsen anerkannte Schuldnerberatungsstelle – eine Bescheinigung über das Scheitern ausgestellt.

 

4. Erstellung Ihres Antrags auf Privatinsolvenz


Mit Ihren Daten erstellen wir nun Ihren Antrag auf Privatinsolvenz.

 

5. Antragstellung beim zuständigen Insolvenzgericht

 

Wir reichen anschließend den für Sie gefertigten Antrag auf Privatinsolvenz bei Ihrem zuständigen Insolvenzgericht ein.

 

6. Eröffnung des Insolvenzverfahrens

 

Das Insolvenzgericht entscheidet, ob nochmals - diesmal mit seiner Hilfe - ein Einigungsversuch gestartet werden soll. Wird dies verneint oder scheitert der zweite Versuch, wird das eigentliche Insolvenzverfahren eröffnet.

 

7. Wohlverhaltensperiode und Dauer

 

Während der dann folgenden Wohlverhaltensperiode muss der Schuldner die pfändbaren Beträge seines Einkommens über einen Insolvenzverwalter an seine Gläubiger zahlen. Ferner muss er bestimmte Obliegenheiten erfüllen, wie z.B. eine angemessene Erwerbstätigkeit ausüben, sofern es ihm möglich ist.


Die Dauer der Wohlverhaltensperiode beträgt drei bis sechs Jahre.


Zahlt der Schuldner 35% der Schulden sowie die gesamten Verfahrenskosten innerhalb von drei Jahren, gilt eine dreijährige Frist. Bringt er wenigstens die Verfahrenskosten auf, erhält er die Schuldenbefreiung nach fünf Jahren, ansonsten bleibt es bei der Sechsjahresfrist.


8. Restschuldbefreiung


Hat der Schuldner die Wohlverhaltensperiode erfolgreich absolviert, erhält er durch einen gerichtlichen Beschluss die Befreiung von den Restschulden. Mit der Erteilung der Restschuldbefreiung sind Sie sämtliche Schulden los.


Wichtig: Steuerschulden und Unterhaltsforderungen können unter bestimmten Umständen von der Restschuldenbefreiung ausgeschlossen werden.

 

 

Gern beraten wir Sie bei Fragen rund um das Thema Verbraucherinsolvenz.

 

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